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Der Kampf mit der Morgenroutine

Hach, war das 2019 schön. Jeden Morgen klingelte um 6 der Wecker und ohne mich noch einmal umzudrehen, bin ich noch im Doctor-Who-Schlafanzug aus dem Bett auf die Yogamatte gehüpft.

 

Jeder Tag startete mit einer halben Stunde ganz für mich allein: Pranayama, Asana-Praxis, um den Rücken und die Schultern wieder in Bewegung zu bringen, und Meditation – bei Bedarf wurde auch noch ein bisschen geräuchert. Ich war spürbar wacher, gut gelaunt und zugegebenermaßen auch ziemlich stolz auf meine Morgenroutine.

Dann kamen Weihnachten und Silvester.

 

Tschüss, Routine!

Nicht aufstehen müssen, weil nicht ins Büro müssen, hat es zugegebenermaßen schwierig gemacht, früh aufzustehen und sich danach auf die Matte zu schwingen. Und so  haben mir die Feiertage einen ziemlich Strich durch meine Routine gemacht. 

Trotzdem klingelte auch in den ersten Wochen von 2020 der Wecker jeden Morgen um 6. Und ich? Zog mir an vier von fünf Tagen die Decke über den Kopf und schaffte es nicht, auch nur einen Zeh aus dem Bett zu strecken. Stattdessen verbrachte ich 30 Minuten im Halbschlaf und war wie gerädert, wenn ich mich irgendwann dazu durchringen konnte, das Bett zu verlassen. Tschüss, hart erarbeitete Morgenroutine!

Nun hätte ich gnädig mit mir sein können, beide Augen zudrücken und sagen: Mach’s dir nicht so schwer, Lisa. Mach halt abends Yoga, geh öfter in die Klassen – die seit der Anmeldung zum Teacher Training bei CoolYoga ja sogar kostenlos sind. Das Blöde ist nur: Ich liebe Routinen!

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Dieser Satz trifft absolut auf mich zu. Gegen Gewohnheiten habe ich nichts auszusetzen – ich mag es einfach, wenn Dinge im Fluß sind und ich mich auf sie verlassen kann – vielleicht mag ich darum auch Vinyasa-Yoga so gern. 

Natürlich habe ich auch versucht, meine Morgenroutine durch eine Abendroutine zu ersetzen, musste aber feststellen, dass die gar nicht für mich funktioniert. Nach der Arbeit gibt es so viel zu rödeln, da fällt es mir viel schwerer, mich noch einmal herauszunehmen.

 

Der Morgen muss es sein

Dass eine kleine, feine Yoga-Morgenroutine für ich funktioniert, hat das letzte Jahr gezeigt. Tatsächlich ist sie für mich ein richtig guter Start in den Tag:

  1. Denn eigentlich fällt mir das Aufstehen gar nicht so schwer – ich muss mich nur überwinden. Sobald ich aber aufgestanden bin, bin ich wach und kann in den Tag starten. Warum also nicht auf der Matte? 
  2. Denn: Yoga am Morgen tut richtig richtig gut – und zwar Körper und Seele. Mit über 30 und einer sitzenden, beruflichen Tätigkeit kann ich mich nicht davon freisprechen, nicht ab und zu meine Rücken zu spüren, vor allen Dingen der untere Rücken und die Schultern mache mir manchmal zu schaffen. Mich morgens einmal ordentlich durchzudehnen und die Wirbelsäule wieder zu neutralisieren, tut richtig, richtig gut.
  3. Richtig gut geht es mir auch damit, ganz allein und bewusst in den Tag zu starten. Ich wage tatsächlich die mutige These, dass mir diese 20 – 30 Minuten Yoga, morgens mehr geben und mich wacher machen, als eine halbe Stunde mehr Schlaf – und auf jeden Fall mehr, als dass sich herumwälzen, schlechtes Gewissen eingeschlossen.

Wenn das nicht drei gute Gründe sind, den Hintern mit dem Klingeln des Wecker hochzukriegen und ihn auf die Matte zu schwingen!
Der Vorsatz für die nächsten Wochen und Monate, wieder in eine richtig flowige Yoga-Morgenroutine zu kommen, von der ich genau weiß, wie gut sie mir tut, steht also. Und tatsächlich funktioniert es seit ein paar Tagen auch wieder richtig gut. 

 

Übrigens…

Um ehrlich zu sein, ist meine Morgenroutine auch gar nicht nach dem Yoga beendet – sie geht danach weiter. Mit einer Tasse Kaffee und einer halben Stunde Supernatural 😉 

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