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I woke up like this: Wie ich meine Morgenroutine lieben lernte

An der ein oder anderen Stelle habe ich ja bereits darüber berichtet, dass ich besonders im letzten Jahr eine schöne Yoga-Morgenroutine für mich entwickelt habe. Tatsächlich war der Weg dorthin aber gar nicht so leicht – und das Problem war nicht das extra früher Aufstehen.

 

Problematisch war – wie so oft – der eigene Anspruch.

 

Darf’s etwas mehr Anspruch sein?


In meiner eigenen Yogapraxis übe ich oft Asanas, die ich noch nicht beherrsche. Das sind zumeist Armbalancen wie Vrishikasana, der Skorpion, oder auch die Krähe, Bakasana. Oder ich probiere Varianten herausfordernder Asanas, die ich mir Spaß machen, z. B. verschiedene Beinpositionen im Kopfstand.

Außerdem mag ich kraftvolle Flows und Sonnengrüße, in denen ich durch die Bewegungen und Asanas fließen kann – kein Wunder, dass ich im Vinyasa und Hanuman-Yoga zuhause bin.

 

Entsprechend wollte ich auch meine Morgenroutine aufbauen – sie sollte ja auch Spaß machen. Und wie begrüßt man den Tag besser als mit dem Sonnengruß? Also raus aus dem Bett, ab auf die Matte, vom Stand in den Hund, Krieger-Varianten, Kopfstand – Kreislauf. Und damit meine ich nicht Kreislauf im Sinne von Alles-wieder-von-vorn, sondern Kreislaufprobleme mit Kopfschmerzen und Schwindel. Meine Morgenroutine bestand also aus wackeligen Balancen, Unwohlsein und entsprechend beschissener Motivation.

 

Sei’s drum. Jetzt kann ich wenigstens wieder länger schlafen

 

Ja, nee.

Mich hat der missglückte Versuch der Morgenroutine richtig gefuchst. Ich wollte so gern, dass es funktioniert – schon alleine deshalb, weil mir abends nach einem Tag im Büro oft die Energie fehlt, Yoga zuhause zu machen, ich aber gern jeden Tag praktizieren möchte.

Also hieß es einmal mehr: in mich hineinhorchen. Was kann mir meine Morgenroutine geben? Was brauche ich morgens und was tut mir um die Uhrzeit eigentlich gut?

 

Was tut mir eigentlich gut?


Ob ich will oder nicht: Ich bin jetzt auch über 30 und langsam aber sicher merke ich, dass ich mich nach dem Aufstehen doch mitunter ganz schön eingerostet fühle. Besonders Rumpf und Rücken sehnen sich nach Lockerung und Bewegung. Also habe ich angefangen, zu experimentieren.

Hier kam mir meine doch schon recht lange Yogapraxis zugute. Kleine Flows ergeben sich wie von selbst und ich habe ein gutes Gefühl dafür, welche Asanas gut ineinander übergehen und zueinander passen.

 

The Goal of Yoga is not Handstand.


Herausgekommen ist ein kurzer Flow von ca. 15 Minuten + Pranayama und Meditation, in dem ich langsam Bewegungen in Einklang mit einer tiefen, langsamen Atmung bringe und so die Sauerstoffspeicher für den Tag fülle – meine Alternative zur Energie, die anderen morgens vielleicht der Sonnengruß schenkt. Der Fokus liegt dabei wirklich darauf, was sich für meinen Rücken, die Schultern und die Brust gut anfühlt und die Körpermitte stärkt. Darum kombiniere ich Asanas, die den Rücken strecken, die Wirbelsäule drehen und so neutralisieren und Positionen, die die Bauchmuskeln fordern. 

Je nachdem, wie ich mich fühle, variiere ich den Flow oder hänge mich kopfüber noch ein bisschen in den Feet Up. Im Grunde bin ich mit meinem Morgen-Flow aber sehr glücklich – immerhin fühlt sich mein Rücken nach der Praxis viel viel besser an.

Was in meiner Routine noch nicht gut klappt: den Kopf ausmachen. Wenn es um mich herum tobt und ich übermäßig viele Sorgen habe, gelingt mir der Flow oft nicht. An solchen Morgenden sitze ich dann oft einfach auf meiner Matte und höre meine Yoga-Playlist – oder bleibe einfach im Bett. 

Noch stärker als jetzt möchte ich außerdem Pranayama und 5 – 10 Minuten Meditation in meine Routine einbinden. Beides gelingt mir noch nicht so gut, aber auch hier gilt wie immer:

Practice and all is coming.

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