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Lieblingsorte: Irgendwo im schwedischen Nirgendwo

Wer mich kennt, weiß eine Sache auf jeden Fall: Ich liebe liebe liebe Schweden. Seit meiner frühesten Kindheit fahre ich immer wieder in dieses wunderbare, skandinavische Land der tiefen Wälder, klaren Seen und köstlichen Kanelbullar.

Kanelbullar-Schweden-lyckaliv

Die flächenmäßig kleinste Region Schwedens habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen: Blekinge, von den Bewohnerinnen und Bewohnern als Garten Schwedens bezeichnet – um ganz spezifisch zu werden die Region um Ronneby.

 

Mein ganz persönliches Bullerbü

 

Vor über 25 Jahren haben meine Eltern das verschlafene Nest Örseryd, 25 km nördlich von Ronneby, entdeckt. Seitdem haben wir als Familie einen Großteil unserer Urlaube dort in einem falunroten Haus mitten im Wald verbracht. Dieser Ort ist für mein zweites Zuhause geworden. Bin ich im Sommer da, geht mein Herz auf, nichts könnte dann perfekter sein.

Ganz deutlich gespürt habe ich das im Sommer letzten Jahres. Nachdem wir zwei Wochen lang mit unserem Bus unterwegs waren, sind wir über die Ostküste runter nach Örseryd gefahren, um die letzte Urlaubswoche dort zu verbringen.

Während des Urlaubs war ich zu keinem Zeitpunkt so glücklich wie in dem Moment, als ich das erste Mal in “meinem” See schwimmen war – bei 26 Grad im kalten Wasser, unter knallblauem Himmel, umgeben von einem dunkelgrünen Wald mit vereinzelten roten Häuschen. Schweden in absoluter Perfektion. Und als wir uns nach einer Woche auf dem Heimweg machen mussten, wollte mein Herz nicht weg.

Badesee-Blekinge-lyckaliv

Lagom oder: Alles ist genau richtig.

 

In Schweden gibt es den Begriff “Lagom”. Für ihn gibt es keine direkte Übersetzung ins Deutsche, er beschreibt ein Gefühl, vergleichbar mit dem Dänischen “hygge”. Lagom bedeutet so etwas wie “genau richtig” und beschreibt so ziemlich genau das, was ich mit Schweden seit meiner Kindheit verbinde: 

Ich erinnere mich an Weihnachtsfeste mit allerfeinstem Pulverschnee, Spaziergängen und Schneeengeln. An die kleine Schafherde, die auf dem großen, wilden Grundstücks unseres Ferienhauses mit uns den Sommer verbracht hat. An ganze Tage am Badesee und stundenlanges Stromern durch den Wald. An Einkäufe im Maxi ICA, der mir wie der größte Supermarkt der Welt vorkam, und an die “Wiener Korv med Bröd”, die davor verkauft wurde. Ich erinnere mich an den Geschmack von warmem Fladenbrot mit geschmolzener Bregott Extrasaltat, Nougateis an der Mörrum, dem Fluß, an dem mein Vater angeln war, Estrella-Dillchips und Ballerina-Kekse. Und ich erinnere mich an Marlene, unsere Vermieterin, die im Holzhäuschen nebenan wohnte und die coolste Frau der Welt war. Sie ist als Kind im zweite Weltkrieg aus Lübeck nach Schweden gekommen und – um es ganz kurz zu machen – geblieben. Ich erinnere mich an ihren silbernen Saab, an die selbstgemachten und allerbesten Kolarkakor, Kanelbullar und Drömmar. An die Hollywood-Schaukel auf ihrer Veranda und wie sie mit über 60 noch vom zwei-Meter-Sprungturm in den See gesprungen ist. Wie sie “Moped” ausgesprochen hat – mit ihrem schwedischem Akzent und langem “e”.

 

Die perfekte Verbindung

Ich könnte wirklich seitenweise Erinnerungen aufzählen und aufschreiben, was ich an diesem speziellen Ort in Schweden so liebe. Das Beste an ihm ist aber, dass er sich trotz aller Veränderungen für mich immer noch genauso anfühlt. Dass er immer noch die perfekte Verbindung von etwas Besonderem und dem Gefühl, zuhause zu sein, ist. Dass er durch und durch lagom ist.

Trotz dieser Liebe verbringe ich natürlich trotzdem nicht meinen gesamten Jahresurlaub in Örseryd. Über die ein oder andere Reise schreibe ich sicher auch hier noch – und ich freue mich, wenn ihr reinschaut.

 

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